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Der Edersee und seine tierischen Besucher...

Aktualisiert: 16. Sept 2019




Wie so häufig, wenn wir zusammen ein paar Tage frei haben, überlegten wir auch dieses Mal, wo uns eine -spontane Reise- hinführen könnte. Edersee, meine Kindheit. Dort verbrachte ich dutzende Urlaube mit meiner Familie.

Da wir uns zuvor wie die „Wilden“ mit Campingsachen ausgerüstet haben, ging die Reise auch schon für uns los. Und wie man uns kennt, natürlich ohne sich vorher erkundigt zu haben, welchen Zeltplatz wir ansteuern können. Typisch ! ( erneut wurde aus dem Desaster London nicht dazu gelernt, naja wer weiß, wofür es sich gelohnt hat).


Drauf losgefahren, in Edertal angekommen, zwei Campingplätze angefahren , leider gefiel uns die Lage nicht, standen wir im dunkeln ohne Zeltplatz dar.

Was wurde daraufhin getan ? Natürlich, „Wildcamping“ - in Deutschland absolut untersagt. Jedoch blieb uns keine andere Möglichkeit.

Wir steuerten einen etwas abgelegenen Parkplatz an. Packten unseren kleinen Grill aus, super praktisch dieses Gerät und machten uns etwas warmes zu Essen, vom herrlichen gemeinsamen Lachen über die aktuelle Situation mit dem Inhalt – typisch wir- ! untermalt. Somit verbrachten wir darauffolgend unsere erste Nacht am Edersee im Auto. Praktisch, so spart man sich auch die Kosten für eine Unterkunft.


Morgens aufgewacht, geplagt von eingeschlafenen Beinen, steifen Nacken, verkrümmten Rücken, einem Auto, was trotz Fenster offen, halbwegs unter Wasser stand, wurden wir wach. Auf unserem super Gerät kochten wir uns Wasser auf, machten uns einen Tütenkaffee und gingen runter zum Wasser, wo wir den Sonnenaufgang gemeinsam mit den Anglern die bereits vor Ort waren genossen haben. Untermalt von einer wahnsinnigen Kulisse der Berge, dem See und dem Nebel.



Kurze Zeit später ging es auch schon für uns weiter. Campingplatz gefunden. https://campingplatz-rehbach.de/ Dort angerufen fragte man uns, wann wir da sein würden, womit wir mit „5 Minuten“ antworteten und mit einem warmen grinsen nach 3 Minuten empfangen wurden. Uns wurde der Stellplatz „53“ zugewiesen (wohl der schönste und beliebteste auf dem gesamten Platz). Jedoch nicht gut , für Heringe, so dass wir nach dem Aufbau des Zeltes herumliegende Steine für die Befestigung benutzt haben. Kurze Info By the Way: überall war ausgeschildert, dass dort zum Abendbereich hin Waschbären ihr Unheil treiben....

Zur Kenntnis genommen.... Die Aussicht von diesem Platz war wundervoll. Direkt auf eine große Wiese, welche am Wasser endete. Von unserem Platz aus, konnte man diese herrliche Landschaft in Ruhe genießen.


Über den Tag verteilt genossen wir die Landschaft, besuchten den Treetopwalk, auch bekannt als Baumkronenweg, der jedoch, so empfanden wir relativ teuer

( 8,50 p.P. ) war. Klar ist es spektakulär, wenn einem eine wundervolle Aussicht über den See, inmitten der Baumkronen geboten wird.

Zum späteren Sagen: ,, ich war dabei.“ Vollkommen ausreichend, es einmal gesehen zu haben. Zurück am Campingplatz gingen wir gewohnt eins unserer Lieblingsbeschäftigungen nach, Mittagsschlaf... Als wir langsam aufwachten, hörten wir es bei uns im Vorzelt rascheln. Okay, ich war wach, nachdem ich durch das Zelt den Schatten eines Waschbären entdeckt habe, der sich, obwohl er gerochen haben muss, dass Menschen in seiner Nähe sind, in unserem Vorzelt breit machte und in Richtung unserer Reißverschlusses kam, der noch einen Spalt weit offen stand.

Während der Dämmerung und dem aufsteigenden Hunger, kochten wir unser Abendessen wieder auf unserem Gerät. Gerüche locken bekanntlich Tiere an. Es dauerte daher auch nicht lange, bis der erste Waschbär in greifbarer Nähe war.

Ich stand, mit meinem Handylicht in der Hand. Hoffnungsvoll, dass sie sich , so wie man es von wilden Tieren oftmals kennt, erschrecken würden und das Weite suchen. Hab ich schön gedacht.... Aus einem Waschbär wurden dann zwei, drei, vier... !!! Bekannt waren sie auch als "Waschbärmafia" des Edersees.

Andere würden sich jetzt denken, toll, süß, „Mensch die tun doch nichts“. Für mich war das Ding durch. Ich saß im Auto und beobachtete die Waschbären. René aß gemütlich weiter. Verteidigte währenddessen sein Essen vor den Waschbären, die immer näher kamen und sich schon fast neben dem Topf setzen und gemeinsam mit René daraus aßen.


Gut, damit fing dann auch für uns die zweite Nacht im Auto an.... Wir unterhielten uns lange bei gedämmten Licht, konnten über die ganze Situation wieder herrlich lachen und selbst die zweite Nacht im Auto wurde irgendwann angenehm.

Der Edersee ist bekannt für seine Bikertouren, das Angeln in den frühen Morgenstunden und den zahlreichen, kostenlosen Wanderwege. Dennoch gibt es auch Rund um den Stausee weitere Aktionen:





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