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Wüstennacht




Eine mittlerweile vertraute Umgebung empfang ich am Flughafen in Marrakech.

Draußen wartete bereits unser Taxi, was uns durch die engen Gassen der Medina zu unserem Riad bringen sollte.

Auf meine Vorabanfrage an meine Mutter, welches Riad es denn sein würde, gab sie mir keine Auskunft. Überraschung. Normalerweise schaue ich mir vorab die Unterkunft an, plane, suche Sehenswürdigkeiten raus, oder gute Restaurants in denen ich mich für ein gutes Dinner niederlassen kann. Pustekuchen. Einfach mal überraschen lassen.

Marrakech ist für mich nichts Neues und auch nicht all zu groß, so dass ich mich nicht jedes Mal auf eine neue Umgebung einstellen musste, von daher war es für erträglich, nicht zu wissen, wo es hingeht.


Also ging es rein ins Taxi. Die Wege vom Flughafen bis hin zur engen, labyrinthartigen Medina sind mir in den letzten Jahren bekannter geworden. Die Zeit verging, wir waren in Gesprächen vertieft, was wir sehen wollten, was wir schon kannten.

Mein Blick wanderte nach längerer Zeit raus, aus dem Fenster.

Auf einmal wurde mir bewusst, dass es gar nicht on die Medina ging. Im Gegenteil.

Wir entfernten uns immer weiter von ihr. Okay, planlos. Wohin geht’s? Wie lange würden wir noch fahren? Oh Gott, ich erinnerte mich daran, wie lange unser damaliger Fahrer für eine Strecke gebraucht hat, die wir hätten deutlich unter der gebrauchten Zeit geschafft.

"Saftey first", war seine Devise, auf einer Landstraße mit 40 km/h, mit freundlich zuwinkenden Eseln, die uns allemal überholten. Gott sei Dank hatten wir diesmal den marokkanischen Hamilton erwischt. Ab ging die Fahrt immer weiter raus ins Flachland.

Während meine Mutter mir immer noch keine Auskunft darüber gab, wohin es ging und ich Druck ausübte, mit einer eventuellen Entführung die hier stattfindet, sah ich in den Gesichtern meiner Familie, dass ich, mal wieder, übertrieb.

Nun gut, ich konzentrierte mich darauf, die Umgebung um mich herum wahrzunehmen, was nicht schwer war.

Denn nach circa 30 Minuten bestand die Umgebung aus dunklem Sand und Steinen. Hin und wieder sah ich Dromedare in größeren Herden zusammenstehen.





" # Ein durstiges Dromedar kann zwischen 60 und 120 Liter Wasser in 10 Minuten trinken. "









Irgendwie sah die Umgebung aus, wie eine Mondlandschaft, nicht viel sehenswertes...

Bis wir dann unserem "Zeltlager" immer näher kamen....




Okay WOOW?! Atemberaubend. Allerdings, so fernab von meiner Idee, entführt zu werden, stand ich dann doch nicht. Sollte uns hier etwas passieren, bekäme dies kaum jemand mit.

Aber eeeegal. Es gab soviel zu sehen !

Wie gelingt es, vernab von der Zivilisation Zelte aufzubauen und sie mit Strom und Wasser zu versogen. Ein erneutes "Egal", nicht drüber nachdenken ich habe Urlaub. Und genau so, stell ich ihn mir manchmal vor. Ruhe. Kein Internet. Keine nervigen 38783 Whatsapp Nachrichten die aus sinnlosen Zeichen bestehen. 

Wir wurden super herzlich von den Einheimischen und Mitarbeitern empfangen. Es gab wie immer marrokanischen Tee.

(Einen Schuss grünter Tee, serviert auf einem Zuckerstück). So lässt es sich zumindest beschreiben.



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